NEWS

«Zwischen Retrospektive und Reform: Musik, Kunst und Kirche im frühen 20. Jahrhundert»

>> Flyer (PDF)
>> Tagungsheft (PDF)

Die Zeit des frühen 20. Jahrhunderts ist bisher wenig erforscht ist, wirkt jedoch in mannigfaltiger Hinsicht bis heute in Kunst und Kultur in der Kirche nach. Ausgehend vom Veranstaltungsort, der 1937 eingeweihten Kirche «Auf der Egg» in Zürich-Wollishofen, nahmen die Thementage vom 24. & 25. Februar 2017 eine Würdigung der kirchlichen Musik- und Kunstpflege insbesondere der 1930er- und 1940er-Jahre vor, und zwar aus einer schweizerischen und einer internationalen Perspektive.

In fünf kurzen Konzerten erklangen in unterschiedlicher Besetzung heute wenig bekannte, aber gleichwohl bedeutende Instrumental- und Vokalwerken von Frank Martin, Adolf Brunner, Willy Burkhard, Johann Baptist Hilber, Charles Tournemire, Alfred Baum, Ottorino Respighi und Josef Garovi.

Neun Referate erörterten daneben Desiderate religionssoziologischer, kunstgeschichtlicher und musikwissenschaftlicher Art, um der Diskussion über das Verhältnis von Kirche, Kunst und Musik vor dem Hintergrund der Krise der Moderne im frühen 20. Jahrhundert neue Impulse zu geben. Dies erschien just auch mit Blick auf gegenwärtige Entwicklungen gewinnbringend, denn die damalige kirchliche Kultur befand sich auf einer genauso intensiven Identitätssuche wie die heutige. Entsprechend richtete sich die Veranstaltung an ein allgemeines Publikum ebenso wie an Mitarbeitende der Landeskirchen sowie Vertreter und Studierende der Zürcher Hochschullandschaft.

Zwischen den Programmpunkten lud ein Buffet zum Geniessen ein.

Programm und Download Dokumente

Freitag, 24. Februar 2017

13:15  Begrüssung und Empfang

13:30  Wort und Ton – ein ungleiches Paar?
>> Referat Prof. Dr. Wolfgang W. Müller, Luzern (PDF folgt)

14:15  Intermezzo
Frank Martin – Sonata da chiesa
Thomas Jäggi, Orgel & Peter Eberl, Flöte

15:00  Schweizer Kirchenbau der 1930er-Jahre
>> Referat PD Dr. Johannes Stückelberger, Bern (PDF folgt)

15:45  Adolf Brunner, Paul Müller-Zürich und die Geistige Landesverteidigung
>> Referat M.A. Franziska Sagner, Zürich (PDF folgt)

16:30  Intermezzo
Motetten von Adolf Brunner und Willi Burkhard
Collegium Vocale Grossmünster
Kantor Daniel Schmid, Leitung

17:15  «Papst ja – Rom nein!» – Johann Baptist Hilber zwischen Patriotismus und katholischem Sendungsbewusstsein
>> Referat M.A. Dominik Kreuzer, Zürich (PDF folgt)
J.B. Hilber: aus der «Missa pro Patria»
Collegium Vocale Grossmünster & Mutsumi Ueno, Orgel
Kantor Daniel Schmid, Leitung

18:00  «Dem konsequenten naturgegebenen Wachstum aller geistigen Werte entsprechend»: Orgelbauästhetik und Orgelbau in der Schweiz der 1920er- und 1930er-Jahre
>> Referat Dr. Michael Meyer, Zürich (PDF folgt)

19:00  Konzert auf der Kuhn-Orgel von 1937
Werke von Adolf Brunner, Alfred Baum und Charles Tournemire
Ulrike Andersen, Alt & Prof. Tobias Willi, Orgel

Samstag, 25. Februar 2017

09:00  Die «Grossen Messen» von Julius Bittner, Wilhelm Petersen und Walter Braunfels
>> Referat Prof. Dr. Paul Thissen, Paderborn (PDF folgt)

09:45  Zwischen Gregorianik und Atonalität: zu Charles Tournemires Orgelwerken der 1920er- und 1930er-Jahre
>> Referat Prof. Dr. Stefan Keym, Toulouse (PDF folgt)

10:30  Orgelmusik des frühen 20. Jahrhunderts
Werke von Charles Tournemire und Ottorino Respighi
Nicola Cittadin, Orgel

11:30  Die geistliche Musik Ottorino Respighis
>> Referat Prof. Dr. Christoph Flamm, Lübeck (PDF folgt)

12:15  Arthur Honeggers Oratorium «La Danse des Morts»
>> Referat Dr. Dr. Siglind Bruhn, Katowice und Ann Arbor (Michigan) (PDF folgt)

13:00  Chormusik zum Abschluss
Josef Garovi: «Missa festiva in honorem S. Nicolai de Flüe»
Chor an Liebfrauen
Witte Maria Weber, Sopran & Gregor Ehrsam, Orgel
Bernhard Pfammatter, Leitung

Zurück

Der Monat im Überblick

< Juli 2017 >
Mo Di Mi Do Fr Sa So
          1 2
3 4 5 6 7 8 9
10 11 12 13 14 15 16
17 18 19 20 21 22 23
24 25 26 27 28 29 30
31            

Botschafter

MichaelMeyer_web.jpg
Dem Nachdenken über Musik war schon immer eine interdisziplinäre Stossrichtung zu eigen; die Faszination für die Geschichte solcher Berührungspunkte möchte ich durch mein Engagement im Fachbereich «Symposien» weitergeben. Michael Meyer