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«Stummfilm plus» – Kino wie anno dazumal

Für diesen Abend gälten die drei K’s nicht nur für «KunstKlangKirche», sondern auch für «KinoKlangKirche», schmunzelte Felix Wicki: Mit viel Humor und grossem filmhistorischen Fachwissen führte der Theologe, Amateur-Stummfilmpianist und Inhaber des KULTURSTUDIOS das Publikum in die Zeit zurück, als die Bilder laufen lernten. Aus seiner grossen Sammlung stellte der Stummfilm-Experte zwei Leckerbissen vor und zeichnete für die Filmprojektion „im alten Stil“, also mit analogen Film-Projektoren, verantwortlich.

Mit Georges Méliès’ «Le Voyage dans la Lune» (1902) stand zunächst einer der ersten Science-Fiction-Filme der Geschichte auf dem Programm. Der französische Filmpionier, der auch als Zauberkünstler Erfolg hatte, prägte mit seinen ausgeklügelten visuellen Effekten und aufwändiger Szenerie die Frühzeit des Films. Mit Friedrich Wilhelm Murnaus «Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens» (1922) präsentierte Felix Wicki dann einen der grossen Klassiker des Stummfilms: Frei nach Bram Stokers «Dracula» schuf der deutsche Meisterregisseur einen Horror-Klassiker, dessen expressive Bildsprache bis heute beeindruckt und fasziniert.

In Anlehnung an die alte Tradition mit Live-Musik wurden die Filme mit musikalischen Worten untermalt, ausgeschmückt und kommentiert. Durch ihr improvisiertes Spiel auf den beiden Kuhn-Orgeln der KunstKlangKirche gelang es Antonio García, Organist an der französischen Kirche in Bern und Tobias Willi, Organist an der Johanneskirche Zürich sowie Professor an der Zürcher Hochschule der Künste ZHdK, in weitere Dimensionen der filmischen Eindrücke einzutauchen. Besonders die vielfältigen erzählenden und emotionalen Schichten in «Nosferatu» bewegten Tobias Willi zu dramaturgisch hervorragend abgestimmter Motiv- und Tempowahl.

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Als Jury-Mitglied des Wettbewerbes «Vision Egg+» freut es mich sehr, dass in der Umsetzung der Kunstklangkirche Praxiserfahrung und Reflexion über Musik und Theologie zu überraschenden Klängen und Farben ineinander fliessen und so Mut machende Farbtupfer von Kirchesein in der Stadt Zürich gemalt werden. Christoph Sigrist

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