PERSONEN

In dieser Rubrik werden alle Personen vorgestellt, die den Gremien der KunstKlangKirche Zürich angehören.

Vorstand und Projektausschuss
Prof. Beat Schäfer | Präsident Freundeskreis, Projektausschuss
1955 geboren in Pully (VD), verheiratet, zwei Kinder. Nach dem Studium (Primarlehrer, Klavier-Lehrdiplom, Schulmusik II, Kantorendiplom) Lehrer an der Kantonsschule Hohe Promenade Zürich. 1983-2000 Leiter der Kantorei Meilen, Aufbau einer Singschule. 1994 Leitung der Kantorenschule Zürich, später überführt in Leitung des Fachbereichs Chorleitung – Orgel – Kirchenmusik an der Zürcher Hochschule der Künste ZHdK. Neben breiter musikalischer Tätigkeit Mitwirkung in Verbänden und Gremien (u.a. Zürcher Kirchenmusikerverband, Fachkommission zur Herausgabe des neuen ref. Kirchengesangbuches der dt. Schweiz, Musikkommission der Präsidialabteilung der Stadt Zürich, Präsident Verein Orgel 2011).

Warum engagiere ich mich für die KunstKlangKirche Zürich?

Die Auseinandersetzung mit dem Spirituellen kann letztlich nur andeutend geschehen. Dieses «Göttliche» entzieht sich strenger Logik und erfährt ihre Bestätigung nur durch den Glauben und die Erfahrungen des Einzelnen. Ähnliches lässt sich von der berührenden Wirkung gelungener Kunst, Performance, packendem Theater, Tanz oder Musizieren sagen: Auch sie lässt sich nur andeutend und bruchstückhaft erklären. Die KunstKlangKirche soll ein Ort werden, wo Künste und Kirche einander begegnen in Ergänzung, Disput, Übereinstimmung und Kontroverse in theologischer Offenheit auf der Suche nach erfahrbarer und gelebter Spiritualität und in deren Dienst. Der Schwerpunkt auf das Instrument Orgel verleiht der KunstKlangKirche einen zusätzlichen besonderen Akzent.

 

Bruno Hohl | Projektausschuss
Geboren 1950 in Zürich, verheiratet, drei Kinder, wohnhaft in Wollishofen. Kaufmännische Lehre, Matura, Studium der Rechtswissenschaften Universität Zürich, zusätzlicher Masterstudiengang Angewandte Ethik. Jugendanwalt an der Jugendstaatsanwaltschaft Kanton Zürich, Stabschef Sozialdepartement Stadt Zürich 1984 – 1999, seither bis 16.10.2015 Direktor Umwelt- und Gesundheitsschutz der Stadt Zürich. Frühere Engagements in der Jugendarbeit im Quartier (CVJM) und in der Politik (u. a. Gemeinderat, Stadtkreis 5). Aktuell Präsident der Kirchenpflege Wollishofen, Präsident Stiftung Limmathaus Zürich sowie weiterer Vereine.
 
Warum engagiere ich mich für die KunstKlangKirche Zürich?
Die Kirche Auf der Egg ist für mich ein einzigartiger Kraftort in Zürich. Ich möchte dazu beitragen, dass sie sich zu einem Begegnungs-, Erlebnis-, Reflexions- und Sakralort entwickelt. Wort, Musik, Gesang, Kunst, Tanz und Theater sollen in Verbindungen zum Ausdruck gebracht werden. Sie sollen uns heute und morgen, Junge und Alte, Angehörige unterschiedlicher Kulturen und Religionen, aus Zürich oder woher auch immer ansprechen und berühren. Die Kirche Auf der Egg soll sich bewusst öffnen für unterschiedliche und individuelle Formen der Spiritualität und Gotteserfahrungen. Dabei soll sie aber immer ihrer ureigenen Bestimmung treu bleiben, den Menschen in Verbindung mit einer höheren Kraft, die ich Gott nenne, zu dienen.
 
 
Dietrich Pestalozzi | Projektausschuss
1949 in Zürich geboren. Nach dem Studium an der HSG St. Gallen Eintritt ins Familienunternehmen Pestalozzi, Dietikon. Das Grossunternehmen betreibt Handel mit Produkten für das Ausbau-Gewerbe und die metallverarbeitende Industrie in der Schweiz. Dietrich Pestalozzi leitete das Unternehmen zuerst mit einem Partner zusammen, von 2000 an allein. Im Herbst 2014 übergab er die Leitung an Sohn Matthias. Ausserhalb seiner unternehmerischen Aktivitäten engagierte sich Pestalozzi u.a. als Präsident der Reformierten Kirchenpflege Dietikon und als Vorstandsmitglied der Reformierten Medien. Seine Hobbies sind Musizieren (Kontrabass, Orgel, Akkordeon), Velofahren und Wandern. Er ist verheiratet, hat vier Kinder und sechs Enkel und wohnt in Dietikon.
 
Warum engagiere ich mich für die KunstKlangKirche Zürich?
Die grosse Kirche Auf der Egg in Zürich-Wollishofen einer erweiterten kulturell-spirituellen Nutzung zuzuführen, ist ein spannendes Projekt. Die vorgesehenen Programme im Umfeld von (Orgel-)Musik, Tanz, bildenden Künsten und Literatur werden in ökumenischer Zusammenarbeit und religiöser Offenheit hoffentlich vielen Menschen wertvolle Erlebnisse vermitteln.
 
 
Giorgio Prestele | Projektausschuss
1950 in Zürich geboren, lic.iur. an der UZH. Sprach- und Kulturaufenthalte in Florenz und London. In der Strafverfolgung für Stadt und Kanton Zürich tätig, dann beim Polizeidepartement der Stadt Zürich und bei der Direktion des Innern und der Justiz des Kantons Zürich. 1998 bis 2014 Generalsekretär der Röm.-kathol. Körperschaft des Kantons Zürich. Lebt seit 30 Jahren in Zürich, liebt Lesen, Sprachen, Klassik und Jazz, bildende Kunst, Handwerk, Städte, das Tessin, Seelandschaften und den Mittelmeerraum.
 
Warum engagiere ich mich für die KunstKlangKirche Zürich?

Kirche(n) und Kultur – Kultur und Kirche(n)! Komplementäre Grössen, die seit über 2'000 Jahren gesellschaftlich bedeutende Wegmarken setzen. Auch heute vermögen die beiden Werte losgelöst von Konfession oder Doktrin gemeinsam noch immer sinnstiftende Impulse zu vermitteln. Da sehe ich – diesseits und jenseits jeglicher Grenzen – das Potential der KunstKlangKirche.

 

Dieter Utz | Finanzen Freundeskreis, Projektausschuss
Dieter Georg Utz, 1956, studierte Betriebswirtschaft. Unterricht als Laien-Organist. Seit dem 15. Lebensjahr Organist-Stellvertretungen. 1985-1988 Aktuar der Orgelbaukommission Bremgarten AG. 1989-1997 kaufmännischer Leiter bei der Metzler Orgelbau AG. Seit 1997 Mitinhaber, bis 2014 Geschäftsführer der Orgelbau Kuhn AG. Mitwirkung bei der Gesellschaft Schweizerischer Orgelbaufirmen (GSO) in den Bereichen Sozialpartnerschaft, Internet und Submissionsverfahren. Wohnhaft in Meggen (LU), verheiratet, zwei erwachsene Nachkommen.
 
Warum engagiere ich mich für die KunstKlangKirche Zürich?
Das Zusammenspiel von Spiritualität, Orgelmusik und singender Gemeinde fasziniert mich seit jeher. Ich wünschte mir eine Institution, welche die Qualität der Kirchenmusik im Bereich des Gemeindegesangs mit Orgel spürbar verbessert. Das ausgeklügelte Konzept der KunstKlangKirche übertrifft meine Wünsche bei weitem. Die Orgel, für welche ich mein Berufsleben verwendet habe, stellt ein zentrales Element dieser Institution dar.

 

Projektleitung Projektassistenz Sekretariat
Kantor Daniel Schmid | Projektleitung

Studierte Kontrabass, evangelische und katholische Kirchenmusik, Schulmusik und Dirigieren in Zürich, Luzern und Wien. Er entfaltete eine vielschichtige Tätigkeit als Chor- und Orchesterleiter, Kapellmeister und Kirchenmusiker.
2001-2014 betreute er als Kantor der Zürcher Landeskirche die Fachstelle Gottesdienst und Musik. Heute wirkt er als Dozent für Orchesterleitung/Kirchenmusik an der Zürcher Hochschule der Künste ZHdK und seit 2005 als Kantor am Grossmünster Zürich.

 

Warum engagiere ich mich für die KunstKlangKirche Zürich?Das Miteinander von Kunst und Spiritualität war mir bei meinen bisherigen Tätigkeiten ein wichtiges Anliegen. Dieses mit der Förderung der Orgelkultur verbinden zu können, fasziniert mich immer wieder neu. Mit der Vision der KunstKlangKirche Zürich entsteht ein Projekt mit einem aussergewöhnlichen Potential und einer Ausstrahlung, die über die Grenzen hinaus wirken kann.

 

Projektassistenz und Sekretariat

Bettina Fierz Salzmann | Projektassistenz, Sekretariat
Bettina Fierz Salzmann hat an den Konservatorien Bern und Biel Querflöte studiert (Lehr- und Konzertdiplom). Heute ist sie hauptberuflich administratorisch tätig, im Kulturhaus Helferei in Zürich sowie für das Projekt «KunstKlangKirche Zürich» und das Kantorat Grossmünster. Mittlerweile zum Cello gefunden, spielt sie in verschiedenen Orchestern und Kammermusikformationen. Daneben singt sie im Collegium Vocale Grossmünster, organisiert Konzerte, widmet sich musikwissenschaftlichen Themen und befasst sich mit historischen Musikinstrumenten.
 
 
Warum engagiere ich mich für die KunstKlangKirche Zürich?
Die Verzahnung von Musik, Wort und Liturgie fasziniert mich seit meinen frühesten Begegnungen mit Kirchenmusik. Die direkte Gegenüberstellung verschiedener Orgeltypen ist ein weiteres Element, das mich als Orgel-Liebhaberin für die KunstKlangKirche begeistert. Ich bin überzeugt, dass durch dieses Projekt die Kirche Auf der Egg, welche über eine reiche Ausstrahlung und farbige Akustik verfügt, für zahlreiche, vielfältig interessierte Menschen geöffnet werden kann.

 

Fachgruppe Theologie

Frieder Furler | Bereichsleitung Theologie
Von 1988 bis 1999 Gemeindepfarrer in Stäfa ZH mit Schwerpunkt Kinder- und Jugendarbeit sowie Musik, wirkte Frieder Furler von 1992 bis 2001 in der praktischen Ausbildung von Pfarrerinnen und Pfarrren auf den Gebieten «Gottesdienst» und «Konfirmationsunterricht« mit. 1999 bis 2004 hatte er die Leitung der Fachstelle Gottesdienstgestaltung der Zürcher Landeskirche inne und 2004 bis 2014 war er Abteilungsleiter in den Gesamtkirchlichen Diensten der Landeskirche. 2015 und 2016 ist er interimistischer Projektbeauftragter von «KirchGemeindePlus». Frieder Furler ist verheiratet mit Claudia Lips Furler und Vater dreier Stiefsöhne.


Warum engagiere ich mich für die KunstKlangKirche Zürich?
An der KunstKlangKirche fasziniert mich der Mut der Kirchgemeinde zu neuen Wegen, der Kreis von kompetenten, engagierten und innovativen Personen im Projekt und die wohltuende Weite und Tiefe des konzeptionellen Ansatzes.

Matthias Krieg | Fachgruppe Theologie
24 Jahre in Deutschland, 37 in der Schweiz, 19 Jahre Stäfner.
6 Jahre Studium von Theologie und Germanistik in Tübingen und Zürich.
6 Jahre Promotionen in Deutscher Literatur und Altem Testament.
8 Jahre Habilitation und Privatdozent im Alten Testament.
24 Jahre Baptist, 37 Jahre reformiert.
26 Jahre Leiter der Bildungsabteilung der Zürcher Landeskirche.
2 Jahre Theologischer Sekretär des Zürcher Kirchenrats.
18 Jahre verheiratet, seit 26 bzw. 24 Jahren Vater, seit 16 Jahren Single.
Seit 1969 Liederfreund, seit 1991 Kirchenmusikfreund, seit 2003 Jazzfreund.

Warum engagiere ich mich für die KunstKlangKirche Zürich?
Wir haben nicht zu wenig, sondern zu viel unproduktiv gebundenes Geld.
Wir haben nicht zu viele Kirchen, sondern zu wenig Mut, sie diversifiziert zu nutzen.
Es gibt nicht zu wenig religiös Interessierte, sondern zu viel institutionell Behinderte.
Die KunstKlangKirche ist der mutige Prototyp für eine Kirche mit Zukunft.

Christine Stark | Fachgruppe Theologie
Bild und Text folgen

Ralph Kunz | Fachgruppe Theologie
Bild und Text folgen

Fachgruppe Kunst

Aldo Mozzini | Bereichsleitung Kunst
Bild und Text folgen

Lena Friedli | Fachgruppe Kunst
Bild und Text folgen

Fachgruppe Klang
Tobias Willi | Bereichsleitung Klang
Tobias Willi, geboren 1976, studierte Orgel (Lehr- und Solistendiplom bei Guy Bovet) und Klavier (Lehrdiplom bei Jürg Wyttenbach) an der Hochschule für Musik in Basel und am Conservatoire National Supérieur in Paris (Nachdiplomstudium bei Olivier Latry und Michel Bouvard). Seit 2010 unterrichtet er als Professor für Orgel-Literaturspiel und -Improvisation an der Zürcher Hochschule der Künste ZHdK, ist Organist an der Zürcher Johanneskirche und pflegt daneben eine intensive Konzerttätigkeit im In- und Ausland.


Warum engagiere ich mich für die KunstKlangKirche Zürich?
Als Orgelspielende haben wir das Glück, uns spielend und hörend an einem in über 700 Jahren entstandenen Repertoire erfreuen zu können. Seit jeher steht diese Musik aber nicht für sich selbst, sondern ist durch Texte und Bilder inspiriert, mit besonderen Kirchenräumen und Orgelbau-Stilen verbunden, steht im Dialog mit Kunst und Kultur ihrer Entstehungszeit, aber besonders auch mit uns heutigen Menschen. Diese Verbindungen erlebbar zu machen und damit zeigen zu können, dass die Orgel ein Instrument der Gegenwart ist und im Brennpunkt kreativen Schaffens steht, fasziniert mich am Konzept der KunstKlangKirche.
 
Markus Utz | Fachgruppe Klang
Markus Utz war von 2001 bis 2008 Bezirkskantor und Musikdirektor am Konstanzer Münster. Er wirkt dort noch als Münsterorganist. Seit 2007 ist er Professor fürr Dirigieren und Chorleitung an der Zürcher Hochschule der Künste. Neben Wettbewerbserfolgen als Organist war er als Dirigent Stipendiat der Scandinavian Bach Academy, des Deutschen Akademischen Austauschdienstes und Finalist beim «Eric Ericson Award». Er ist einer der erfolgreichen jungen deutschen Chordirigenten und Leiter des «ensemble cantissimo», mit dem er sich mit besonderen Programmen, zahlreichen Rundfunk-Produktionen und hoch gelobten CD-Einspielungen einen hervorragenden Namen im In- und Ausland gemacht hat.

Warum engagiere ich mich für die KunstKlangKirche Zürich?
Text folgt
 

Matthias Ziegler | Fachgruppe Klang
Matthias Ziegler bewegt sich gleichermassen in der «traditionellen« Flötenliteratur wie auch in der zeitgenössischen komponierten und improvisierten Musik. Er ist Professor für Querflöte und Improvisation an der Zürcher Hochschule der Künste ZHdK und Initiant der Projektreihe «Palladio Musik & Raum», in deren Rahmen an architektonisch interessanten Schauplätzen Konzerte veranstaltet werden. Auf der Suche nach neuen Klängen hat er das expressive Potential der Flöte und der elektroakustisch verstärkten Kontrabassflöte enorm erweitert. Inspiriert von der neuartigen Klangwelt haben zahlreiche Komponisten für Matthias Ziegler Flötenwerke geschrieben.

Warum engagiere ich mich für die KunstKlangKirche Zürich?
Aus der Architektur kommend, haben mich Räume jeglicher Art stets inspiriert, sei es wegen der Veränderung des Hörens in ungewohnten Räumen oder wegen der Veränderung des Raumerlebens durch die Klänge. In der vielschichtigen Wechselwirkung von Raum, Musik und Wort entstehen Erlebnisse, die in ihrer emotionalen Wirkung nur life und in der Gemeinschaft erfahren werden können. Die KunstKlangKirche Zürich bildet den architektonischen und spirituellen Rahmen, solchen Ereignissen nachzuspüren.

Fachgruppe Organologie
Wolfgang Rehn | Bereichsleitung Organologie
Orgelbauerlehre im Saarland, «Wanderjahre» – feste und temporäre (projektbezogene) Mitarbeit bei verschiedenen Firmen in Deutschland, Österreich und USA, Spezialisierung auf den Fachbereich Orgelrestaurierung, Kursleiter im Ausbildungsgang «Restaurator im Handwerk», Leitung der Restaurierungsabteilung bei Orgelbau Kuhn seit deren Gründung 1976. Mitglied der Geschäftsleitung Orgelbau Kuhn von 2000 bis zur Pensionierung 2013. Restaurierung vieler wichtiger Denkmalorgeln und Neubau von Orgeln nach historischen Vorbildern in verschiedenen europäischen Ländern.
 
Warum engagiere ich mich für die KunstKlangKirche Zürich?
Die europäische Orgelkultur ist etwas Einzigartiges - und Orgelbauer ist ein wunderbarer Beruf. Beides sehe ich in der heutigen Zeit bedroht. Die Orgel und die Orgelmusik stehen nicht mehr unbedingt im Mittelpunkt des Interesses und verlieren an Beachtung. Deshalb müssen wir Wege finden, die Orgel als Musikinstrument einem breiteren Publikum näherzubringen. Mit meinem Engagement für die KunstKlangKirche steht für mich die Förderung der Orgelkultur und meines Berufsstandes im Vordergrund.

 

Simon Hebeisen | Fachgruppe Organologie
Orgelbauerlehre bei Orgelbau Goll Luzern. Klavier- und Orgelunterricht am Konservatorium Bern. Wanderjahre bei diversen Orgelbauern im In- und Ausland. Seit 1998 Mitinhaber und Geschäftsführer der Orgelbau Goll AG Luzern. Dozent für Orgelkunde an den Musikhochschulen Zürich und Luzern. Experte bei den Schweizerischen Lehrabschlussprüfungen. Vize-Präsident der ISO (International Society of Organbuilders), OK-Präsident des internationalen Orgelbauer-Kongresses «ISO helvetia 2012». Musikalisch aktiv auf Clavichord, Cembalo, Orgel und als Sänger im Vokalquartett «a quattro voci».
 
Warum engagiere ich mich für die «KunstKlangKirche Zürich»?
Die Verbindung von Kunst und Klang fasziniert mich seit früher Jugend. Sowohl bildende wie darstellende Kunst sind eine grosse Inspirationsquelle für meine Tätigkeit als Orgelbauer. Umso spannender ist es, beim Projekt KunstKlangKirche die interdisziplinäre Idee noch weiter zu öffnen und die Orgel nicht nur im kunsthandwerklichen und musikalischen, sondern auch im historischen und soziokulturellen Umfeld zu betrachten. Mit meinem Engagement möchte ich v.a. auch junge Organisten und Orgelbauerinnen motivieren, die vielfältigen Möglichkeiten zur Begegnung und zum Austausch zu nutzen.
 
 
Rudolf Meyer | Fachgruppe Organologie
Professor a.D. für künstlerisches Orgelspiel 1975-2001 an der ZHdK (vormals Konservatorium Winterthur), zweitweise auch in Sydney-AUS und Köln. Erster Organist an der Stadtkirche Winterthur 1976-2001, wo er 1984 die Restaurierung der Walckerorgel von 1888 verursachte und 1983 eine grössere Chororgel von Metzler als Ergänzung konzipierte. Bei über 60 Orgelneubauten und –restaurierungen wirkte er als musikalischer Fachbegleiter mit. Konzerte, Meisterkurse und das Komponieren bleiben bis heute aktiv. Zusätzlich zum Schulmusiker und Kantor ausgebildet, hat er seinerzeit bei Hans Vollenweider, Marie-Claire Alain, Anton Heiller und Luigi-Ferdinando Tagliavini und Improvisation bei Jean Guillou studiert.
 
Warum engagiere ich mich für die «KunstKlangKirche Zürich»?
Rudolf Meyer versteht sein Orgelspiel als Partnerschaft zwischen Instrument und Mensch wie etwa Pferd und Reiter. Nicht allein die Kenntnis des Orgelbaus, sondern auch die künstlerische Hingabe an dieses «Organum» führen zu einer höchste Klangmitteilung, die sich aus den Möglichkeiten und aus den Grenzen dieses «starren» Windwerks ausbildet. Jede Zeit schuf gute und schlechte Zeuginnen des Orgelbaus, und auch jede Region prägte eigentliche «Baudialekte», die in einer Art Panorganum in der KunstKlangKirche als lebende Beispiele zum Klingen gebracht werden können.
 
Fachgruppe Symposien
Michael Meyer | Bereichsleitung Symposien
Geboren 1986 in Zürich, studierte Michael Meyer Orgel sowie Musik- und Geschichtswissenschaft. Von 2010-2014 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter, seit 2014 ist er Assistent am Musikwissenschaftlichen Institut der Universität Zürich. Er promovierte mit einer Arbeit über die deutsche Josquin-Rezeption im Herbst 2014. Neben der wissenschaftlichen Tätigkeit bekundet er ein Engagement als Organist an der Guthirt-Kirche in Zürich-Wipkingen.
 
Warum engagiere ich mich für die KunstKlangKirche Zürich?
Dass dem Nachdenken über Musik schon immer eine interdisziplinäre Stossrichtung zu eigen war, ist eine historische Tatsache: Kein Geringerer als Martin Luther behauptete, dass die Musik aufgrund ihrer Wirkmächtigkeit «proxima theologiae» sei, während sein Reformatorenkollege Philipp Melanchthon Musik und Rhetorik miteinander verglich. Als Musikwissenschaftler ist es mir ein Anliegen, die Faszination für die Geschichte solcher Berührungspunkte und Interaktionen durch mein Engagement im Fachbereich «Symposien» weiterzugeben. Genauso wichtig sind mir aber auch die KunstKlangKirche betreffende Spezialthemen, die entweder noch ihrer Erforschung harren oder in letzter Zeit aus dem Fokus geraten sind - so zum Beispiel verschiedene Aspekte der Geschichte des Orgelbaus.
 
Bernhard Hangartner | Fachgruppe Symposien

Geboren 1956, schloss Bernhard Hangartner Musikwissenschaft und Geschichte an der Universität Zürich mit dem Lizentiat sowie Klavier am Konservatorium Zürich (heute: ZHdK Musik) mit dem Lehrdiplom ab. 1993 Promotion im Bereich des Gregorianischen Chorals. 1982–1993 Assistent am Musikwissenschaftlichen Institut der Universität Zürich, seit 1993 daselbst Wissenschaftlicher Mitarbeiter. 2002–2012 Forschungsstellenleiter des Nationalfonds-Projekts «Musik in Zürich – Zürich in der Musikgeschichte». Ständige Lehraufträge für Notationskunde, Musikgeschichte bis 1600 und Gregorianik an der Universität Zürich, für Gregorianischen Choral an der Universität Luzern und an der Hochschule Luzern Musik. Leiter verschiedener Gregorianik-Ensembles. Durchführung diverser Forschungsarbeiten u.a. auch im Bereich der Kirchenmusik und praktische Erfahrung in kirchenmusikalischen Projekten mit dem Klosterchor Wettingen und den Scholae Gregorianae.

Warum engagiere ich mich für die KunstKlangKirche Zürich?
In meiner Zeit als Internatsschüler an der Stiftsschule Einsiedeln sind – obwohl unbewusst und weniger auf die Praxis ausgerichtet – die ersten Wurzeln in der Beziehung zur Kirchenmusik angelegt worden. Seither sind diese teilweise sehr intensiven Kontakte nie mehr abgebrochen, haben aber im Zeitenwandel und in ihren Facetten immer wieder andere Gewichtungen erfahren. Die Chance im Kontext der KunstKlangKirche neue Aspekte kennenzulernen, den Austausch mit Gleichgesinnten über die Grenzen der eigenen Bereiche hinaus zu pflegen und auch die eigenen Überzeugungen darlegen zu dürfen, motiviert mich zur Mitarbeit an diesem besonderen Projekt.
 
Stefan Keym | Fachgruppe Symposien

Geboren 1971, studierte Stefan Keym Musikwissenschaft, Germanistik und Geschichte in Mainz, Paris (Sorbonne) und Halle (Saale). 2001 promovierte er an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg über Olivier Messiaens Franziskus-Oper. Er habilitierte sich an der Universität Leipzig, wo er auch ein DFG-Forschungsprojekt leitete und 2015 zum Professor ernannt wurde. Er übernahm Gast- und Vertretungsprofessuren an den Universitäten Zürich, Tübingen, Hamburg und Berlin (HU).

Warum engagiere ich mich für die KunstKlangKirche Zürich?
Seit meiner Dissertation «Farbe und Zeit. Untersuchungen zur musiktheatralen Struktur und Semantik von Olivier Messiaens Saint François d’Assise» (Druck: Hildesheim 2002) beschäftigt mich das Verhältnis von Musik und Religion in unterschiedlichen gattungsgeschichtlichen und konfessionellen Kontexten (liturgisch/nichtliturgisch) und Epochen. Dabei ist mir der Austausch mit Musikern und Theologen sehr wichtig. Die Möglichkeit zu einer solchen Zusammenarbeit spricht mich besonders an am Projekt KunstKlangKirche Zürich.