ORGELN IN ZÜRICH

Kegelladen-Orgel (erbaut 1899) in der KunstKlangKirche Zürich-Wollishofen

In Zürich braucht es historische Orgeln

Die Schweiz ist ein Land ohne einen eigenen, genuinen Orgelstil. Historische Orgeln stehen, wie die Schweiz selbst, im Schnittpunkt verschiedener Kulturen und Einflüsse. Die Zürcher Orgellandschaft verfügt – bedingt durch die Reformation – kaum über historische Orgeln. Die älteste Orgel Zürichs steht in der KunstKlangKirche. Es handelt sich um die Kegelladen-Orgel aus dem Jahre 1889, erbaut von Theodor Kuhn. Eine weitere bedeutende Orgel aus der Zeit der Spätromantik befindet sich in der Kirche St. Anton (Kuhn 1914), die Orgel in der Guthirt-Kirche (1931) ist der elsässischen Orgelbewegung, jene im Fraumünster (1953) der Neoklassik zuzuordnen. 

Zürcher Orgelneubauten sind in der Regel polyvalent gestaltet, um sowohl Liturgie als auch Konzerten gerecht werden zu können; als Beispiel sei die 1960 erbaute, für diese Ästhetik wegweisende Orgel des Grossmünsters genannt. Stiltypische historisierende Instrumente fehlen im Kanton Zürich sozusagen gänzlich.

Deshalb ist die Anschaffung der «Bach-Orgel» für Zürich ein weitere wichtiger Schritt in Richtung einer vielfältigen, faszinierenden Orgellandschaft.