AKZENT ORGEL

Teilprojekt Orgelzentrum

Kegelladen-Orgel Kuhn
Die Kegelladen-Orgel Kuhn von 1889

In der «KunstKlangKirche Zürich» entsteht als Teilprojekt ein Orgelzentrum.

Die Orgel als Konzert- und Begleitinstrument und als ausgewiesenes Instrument der christlichen Liturgie erhält damit in der KunstKlangKirche besondere Aufmerksamkeit.

Die KunstKlangKirche wird mehrere wertvolle Orgeln verschiedener Epochen und Stile ausstellen, welche dem Kirchenraum eine aussergewöhnliche Atmosphäre verleihen. Dabei wird Wert auf die Authentizität und Qualität der Instrumente gelegt.

Es finden Führungen, Konzerte und spezielle Orgelveranstaltungen für Interessierte jeden Alters statt. Vorgesehen sind auch Vorlesungen, Symposien und Fachtagungen für Studierende, Organisten, Orgelbaufachleute und weitere Experten der Organologie.

Auswahl Orgeln

 

Die Fachgruppe «Organologie» unter der Leitung von Orgelbaumeister Wolfgang Rehn hat nach einer international ausgerichteten Anfrage an Orgelbaufirmen umfangreiche Abklärungen zur Auswahl von Instrumenten getroffen.

Gesucht waren gebrauchte und neue Orgeln mittlerer Grösse (bis 30 Register), welche den räumlichen Möglichkeiten der Kirche entsprechen.

Die Fachgruppe ging bei der Auswahl der Orgeln von folgenden Kriterien aus:
-   Historisch interessante Instrumente
-   Landschaftstypische Instrumente
-   Zeittypische Instrumente
-   Orgelbautechnisch interessante Instrumente
-   Für die Organistenausbildung geeignete Instrumente
-   Orgeln mit interessanter Biographie oder Bezügen zu prägenden Persönlichkeiten

Nach Auswahl der Fachgruppe stehen folgende Projekte im Vordergrund:
-   Kegelladen-Orgel von Carl Theodor Kuhn, 1889
    (ehemals Zürich-Unterstrass)
-   Orgel von Kristian Wegscheider im Stile Gottfried Silbermanns, 2003
    (Diakonie Michaelshoven e.V. Köln)
-   Emmentaler Hausorgel, um 1800
    (Leihgabe Freilichtmuseum Ballenberg)
-   Toggenburger Hausorgel von Wendelin Looser, 1754
    (Leihgabe Schweizerische Epilepsie-Stiftung)

Details zu den Instrumenten finden Sie in der Dokumentation «Teilprojekt Orgelzentrum» (pdf).

Ausbildung Orgelbauer und Organisten

 

Die angestrebte stilistische Vielfalt der Instrumente kann besten Anschauungs-unterricht im technischen und klanglichen Bereich des Orgelbaus bieten. Die Mitarbeit Auszubildender bei Montage und Intonation (ggf. Instandsetzung / Restaurierung) von Orgeln aus verschiedenen Herkunftsländern könnte eine firmenübergreifende Ausbildung junger Berufsleute ermöglichen. Dies könnte zur Verbesserung der Ausbildung insgesamt beitragen.

Für die Organistenausbildung ergibt sich eine einzigartige Situation, kann in der KunstKlangKirche doch an stilistisch unterschiedlichsten Instrumenten unterrichtet und geübt werden. Dies in einem Kirchenraum mit guter Akustik und nicht im Übungsraum einer Musikhochschule. Eine Gegenüberstellung und Beurteilung der verschiedenen Orgeltypen, ohne den Einfluss akustisch unterschiedlicher Räume, wird hierdurch möglich.

Seminare und Fachtagungen

 

Die diversen Möglichkeiten für Orgelbauer- und Organistenausbildungen erlauben bereits eine Fülle von Themen für Fachseminare und Fachtagungen. Die verschiedenen Orgeln bieten auch den Hintergrund für musikwissenschaftliche Veranstaltungen und Untersuchungen.

Ausserdem kann anderen Institutionen wie Musikhochschulen die Gelegenheit geboten werden, die KunstKlangKirche für ihre Veranstaltungen zu nutzen.

Forschung

 

In Verbindung mit Seminaren, Fachtagungen und Ausbildungen ergeben sich zwangsläufig Fragestellungen, welche organologische Forschungsarbeit erfordern. Hat sich die KunstKlangKirche einmal etabliert und erlauben es die finanziellen Mittel, kann sich hier durch gezielte Forschung ein europäisches Orgelzentrum entwickeln.

Orgelanlässe

 

Die Vielfalt der Instrumente im Kirchenraum ermöglicht vielfältigste Möglichkeiten von Orgelkonzerten, sowohl solistisch wie auch in Verbindung mit anderen Instrumenten und Orchestern. Darüber hinaus bietet die KunstKlangKirche von ihren Zielsetzungen aus fantastische Möglichkeiten für die Orgel, um mit anderen Kunstrichtungen in Verbindung zu treten. Hier kann und soll Neues entstehen.