AGENDA VERANSTALTUNGEN

Konzert «Jauchzet, ihr erlösten Zungen» – ein Osteroratorium von J. S. Bach

Sa 07.04.2018 | 19:00 Uhr

Programm:
Johann Sebastian Bach (1685–1750):
«Oster-Oratorium» BWV 249
«Gloria in excelsis Deo» BWV 191
>> Flyer (pdf)

Ausführende:
Vocalensemble Consonans Zürich
Chapelle de la Vigne, Freiburg i.Brsg / DE
Bernhard Schmidt, Leitung

Eintritt: Fr. 45.- / 30.- (mit Legi)
Reservation: Mail an ticket@consonans.ch
Nährere Inforamtionen: www.consonans.ch

Während das „Weihnachtsoratorium“ von Johann Sebastian Bach scheinbar zu Weihnachten gehört wie Tannenbaum, Lebkuchen oder Glühwein, ist sein „Osteroratorium“ bis heute auch den meisten Klassik-Fans ein eher unbekanntes Werk geblieben. Entgegen der Anlage des Weihnachtsoratoriums, das von Bach nie für eine konzertante Aufführung vorgesehen war, ist das Osteroratorium mit seiner Länge von fast 45 Minuten zu kurz für eine konzertante Darbietung und zu lang für den Gottesdienst - eine eigentümliche Zwitterstellung. Gleichzeitig gehört es mit seinen Holz- und Blechbläserchören zu den grösstbesetzten Werken des Thomas­kantors und nimmt auch theologisch eine Sonderstellung ein: im Gegensatz zur herköm­mlichen Gestaltung eines Oratoriums, in der der Evangelist die Rolle eines Erzählers/Bericht­erstatters übernimmt, ist das Publikum hier quasi „live“ dabei und kann das Ostergeschehen miterleben: Petrus (Tenor) und Johannes (Bass) eilen zum Grabe (Satz 3). Hier haben sich bereits Maria Jacobi (Sopran) und Maria Magdalena (Alt) eingefunden und mussten erkennen, dass ihr Plan den Leichnam zu salben, vergeblich war (Satz 4) und sie stattdessen den Siegeslorbeer fanden (Satz 5). Petrus und Johannes erfahren von Maria Magdalena von der Auferstehungs­botschaft des Engels (Satz 6); Petrus findet Jesu Schweißtuch und erkennt, dass mit der Auferstehung Jesu auch sein eigener Tod nur ein Schlummer sein wird (Satz 7). Auch die beiden Frauen erwarten nun, den Heiland wieder zu sehen (Satz 8), denn ohne ihn fühlen sie sich - so Maria Magdalena - ganz „verwaiset und betrübt“ (Satz 9). Johannes ruft zur Freude über die Auferstehung auf (Satz 10) und alle singe dem Herrn gemeinsam ein Danklied (Satz 11).

Diesen österlichen Jubel kombinieren wir in unserem Programm mit dem Jubel der Kantate BWV 191 „Gloria in excelsis Deo“, einer Festmusik, die Bach 1733 für den Dresdner Hof komponiert hatte und später in seine große Messe in h- moll übernahm. In der Fastenzeit entfällt der Jubelgesang des Glorias in der Liturgie der Kirchen und wird traditionell erst wieder in der Osternacht aufgenommen - so erscheint uns die Verbindung mit dem Osteroratorium nahe­liegend.

 

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Dem Nachdenken über Musik war schon immer eine interdisziplinäre Stossrichtung zu eigen; die Faszination für die Geschichte solcher Berührungspunkte möchte ich durch mein Engagement im Fachbereich «Symposien» weitergeben. Michael Meyer